- Dritte Reformation (2)
- Gott kennenlernen (23)
- Weitergehen + Wachsen (12)
- Zukunftsthemen und Aktuelles (6)
- 5.5.2012: Der Ort, an den niemand kommen will und der Tag, der alles verändert.
- 22.3.2012: Kann man etwas Sicheres über Gott wissen?
- 18.11.2011: Das Wort des Glaubens
- 30.10.2011: Reiches Leben aus Glauben (2)
- 17.10.2011: Reiches Leben aus Glauben (1)
- 1.10.2011: Die große Kraft
- 8.9.2011: Gottes Medizin gegen Rassismus und Nationalismus: Das „Gebetshaus für alle Völker“.
- 1.3.2011: Volltreffer! Du bist einzigartig!
- 25.2.2011: Die Medizin gegen Bitterkeit
- 22.1.2011: Versteck Dich: Der Aufschwung ist da!
Der Ort, an den niemand kommen will und der Tag, der alles verändert.
5.5.2012 von Wolfram.
Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier als auch der falsche Prophet sind; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden. Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden geöffnet; und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken. Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen. Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen. Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst. Wer überwindet, wird dies erben, und ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein. Aber den Feigen und Ungläubigen und mit Greueln Befleckten und Mördern und Unzüchtigen und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern ist ihr Teil in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod. (Off 20,10 - 21,8)
Der See aus brennendem Schwefel und was er bedeutet
Ich bin gelernter Chemieingenieur und weiss wie brennender Schwefel aussieht. Wenn man den hellgelben Schwefel auf einen Löffel aus Metall gibt und über einer Flamme erhitzt, dann wird aus dem hellgelben Pulver eine widerlich stinkende grauschwarze Masse. Schließlich beginnt die zähflüssige Masse zu kochen und dann entzünden sich die Schwefeldämpfe. Der Schwefel brennt mit einer sehr kleinen und sehr intensiv blau leuchtenden Flamme. Bei der Verbrennung entsteht Schwefeldioxid. Das stechend riechende Gas bildet mit der Luftfeuchtigkeit einen weißen Nebel aus schwefliger Säure. Es ist unmöglich in der Nähe ohne Schutz zu atmen. Dies ist also das Bild, das die Bibel benutzt, um die Endstation für alles Böse zu beschreiben. Die zähflüssige, stinkende Masse stellt dar, wie Sünde und Bosheit in den Augen Gottes aussehen und die hell leuchtende Flamme stellt den ewigen Zorn Gottes dar, der für immer darüber brennt. Der weiße Rauch schließlich trennt den See von den Lebenden, die sich ihm nicht mehr nähern können. Wenn man sich einen solchen Ort vorstellen will, dann man sich auch Bilder vom Jupitermond Io ansehen. (Auch wenn der Schwefel dort nicht verbrennt, wie oben beschrieben. http://de.wikipedia.org/wiki/Io_(Mond)). Dies ist ein Bild eines riesigen Vulkans aus kochenden Schwefel:
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(Bild eingebunden aus wikimedia commons. Quelle NASA http://photojournal.jpl.nasa.gov/catalog/PIA02599)
“Das ist der zweite Tod“. Es ist die ewige Trennung von Gott und dem Leben, das Gott geschaffen hat. Der Feuersee ist ewige Qual und Verzweiflung ein Abgrund ohne Wiederkehr. Gott hat die geistlichen Wesen geschaffen und auch dem Menschen eine Seele gegeben, die ewig bleibt. Dies ist der schreckliche Endpunkt der Rebellion Satans gegen Gott und die Endstation für alles Böse.
Was Jesus darüber gesagt hat
Jesus hat keinen Zweifel daran gelassen, dass es diesen Ort gibt und er hat eindringlich vor ihm gewarnt:
Und wenn deine Hand dir Anlaß zur Sünde gibt, so hau sie ab! Es ist besser für dich, als Krüppel in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das unauslöschliche Feuer. (Mk 9,48)
Wie kann das überhaupt sein - ist Gott so grausam?
Gott will auf keinen Fall, dass irgend jemand in die Hölle kommt. Er ist der …
… welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. (1.Tim 2,4 vergl. auch 2.Petr 3,9, Hes 18,23)
Das stand auch schon im alten Testament:
Sollte ich wirklich Gefallen haben am Tod des Gottlosen, spricht der Herr, HERR, nicht vielmehr daran, daß er von seinen Wegen umkehrt und lebt? (Hes 18,23)
Gott ist bis zum Äußersten gegangen, um zu verhindern, dass irgend jemand verloren geht:
Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn errettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. (Joh 3,16-18)
Gottes Persönlichkeit ist nicht gespalten. Manche haben gesagt, dass Gott zwar schon voller Liebe ist „aber auch heilig und gerecht“ und somit gegen die Sünder gerichtet ist. Aber es gibt sie nicht, die „dunkle Seite der Macht“. Ich denke, dass Gott bestimmt die heilste und vollkommenste Person ist die es gibt und er neigt sicher nicht zu Hass oder Wutausbrüchen. Auch das Gericht übt Gott aus den reinen Motiven seiner Liebe. Dabei denke ich nicht an das vielfältige Leid, das aus der Tatsache herrührt, dass dies eine gefallene Welt voller Schuld, Zerstörung und Rebellion gegen ihren Schöpfer ist. Mit diesen Dingen hat Gott nichts zu tun, sie sind vielmehr die Folge davon, dass die Menschen von Gott getrennt leben und überhaupt diese Welt der Finsternis preisgegeben ist - bis Gott dies ändern und sein Reich wieder aufrichten wird. Das Gericht Gottes ist nicht, wenn es ein Erdbeben gibt und Unschuldige sterben, sondern, wenn Gott dem Bösen ein Ende macht. Er zögert es hinaus, um möglichst vielen den rettenden Ausweg zu zeigen, aber Gottes Herz ist darauf gerichtet dem endlosen Leiden, dass auch immer wieder die trifft, die am wenigsten dafür können, ein Ende zu machen. Gott greift ein und schafft Raum dafür, dass seine Ordnung und seine guten Pläne wieder zum Zug kommen. So hat Gott oftmals in der Geschichte eingegriffen und die Macht Satans gebrochen, um den folgenden Generationen wieder eine Chance zu geben. Am Ende der Welt wird Gott dann den endgültigen Schlusspunkt setzen und eine neue Welt ohne Leid und Schmerz wird kommen.
Der Tag des Herrn
Diese Hoffnung zieht sich durch die ganze Bibel. Eines Tages wird Gott eingreifen. Die Propheten des Alten Testaments, Jesus und auch seine Apostel sprachen vom „Tag des Herrn“. An diesem Tag beginnt Wiederherstellung für das was zerstört wurde und Zerstörung für das was gegen seine guten Pläne und Absichten gerichtet ist. Dieser „Tag des Herrn“ wird jede Woche am Sabbat vorzeichenhaft gefeiert: Ein Tag an dem Gottes Volk zu Ruhe kommt und der Frieden Gottes anbricht.
Denn nahe ist der Tag; ja, nahe ist der Tag des HERRN, ein Tag des Gewölks: Gerichtszeit der Nationen wird er sein. (Hes 30,3)
Und der HERR läßt vor seiner Heeresmacht her seine Stimme erschallen, denn sein Heerlager ist sehr groß, denn der Vollstrecker seines Wortes ist mächtig. Denn groß ist der Tag des HERRN und sehr furchtbar. Und wer kann ihn ertragen? (Joel 2,11)
Legt die Sichel an! Denn die Ernte ist reif. Kommt, stampft! Denn die Kelter ist voll, die Kelterkufen fließen über. Denn groß ist ihre Bosheit. Scharen über Scharen im Tal der Entscheidung; denn nahe ist der Tag des HERRN im Tal der Entscheidung. Die Sonne und der Mond verfinstern sich, und die Sterne verlieren ihren Glanz. Und der HERR brüllt aus Zion und läßt aus Jerusalem seine Stimme erschallen, und Himmel und Erde erbeben. Und der HERR ist eine Zuflucht für sein Volk und eine Feste für die Söhne Israel. Und ihr werdet erkennen, daß ich, der HERR, euer Gott bin, der auf Zion wohnt, meinem heiligen Berg. Und Jerusalem wird heilig sein, und Fremde werden es nicht mehr durchziehen. Und es wird geschehen an jenem Tag, da werden die Berge triefen von Most und die Hügel überfließen von Milch, und alle Bäche Judas werden strömen, voll von Wasser. Und eine Quelle wird aus dem Haus des HERRN hervorbrechen und das Tal Schittim bewässern. (Joel 4,13-18)
Denn nahe ist der Tag des HERRN über alle Nationen. Wie du getan hast, wird dir getan werden. Dein Tun wird auf deinen Kopf zurückkehren. (Ob 1,15)
Und ich werde Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf der Erde: Blut und Feuer und Rauchdampf; die Sonne wird verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt. Und es wird geschehen: jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden. (Apg 2,19-21)
Daher habt ihr an keiner Gnadengabe Mangel, während ihr das Offenbarwerden unseres Herrn Jesus Christus erwartet, der euch auch festigen wird bis ans Ende, so daß ihr untadelig seid an dem Tag unseres Herrn Jesus Christus. (1.Kor 1,7-8)
Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb; an ihm werden die Himmel mit gewaltigem Geräusch vergehen, die Elemente aber werden im Brand aufgelöst und die Erde und die Werke auf ihr im Gericht erfunden werden. (2.Petr 3,10)
Als Jesus in den Himmel zurückgegangen war, standen Engel neben den zurückgebliebenen Jüngern. Die sagten:
Den muß freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von jeher geredet hat. (Apg 3,21)
Offenbar sprachen Sie von der Zeit, die mit dem Tag des Herrn beginnt. Auch an anderer Stelle wird deutlich: Wenn Jesus wiederkommt, wird dieser Tag des Herrn sein. Ein Tag der Zerstörung und des unvorstellbaren Entsetzens für die, die den Herrn hassen und ein herrlicher Tag für die, die ihn jetzt schon lieben. Ein Tag mit dem ein wunderbares neues Zeitalter für die Menschheit anbricht.
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Kann man etwas Sicheres über Gott wissen?
22.3.2012 von Wolfram.
Was ist die wahre Lehre über Gott?
Rein menschlich betrachtet ist es unmöglich eine Antwort auf diese Frage zu finden. Darum neigen die meisten Menschen dazu, sich aus verschiedenen Quellen zu bedienen. Die Bibel ist ein historisches Buch mit sehr hoher Glaubwürdigkeit. Aber natürlich gibt es hunderte von verschiedenen Lehren, die alle behaupten auf der Bibel aufzubauen.
Es gibt aber eine Antwort auf diese Frage durch „Offenbarung“. - Gott stellt sich uns vor, er stellt eine Beziehung zu ihm her und hilft uns, damit wir ihn kennenlernen. Das ist die „Lehre“, die von Gott kommt.
Ich meine, wenn es einen realen Gott gibt (und es gibt ihn), dann muss es auch eine Wahrheit geben - eben die Lehre, die das korrekte Bild von Gott zeigt. Weil natürlich Gott für das menschliche begrenzte Gehirn nicht verstehbar ist, muss auch die “richtige” Lehre von Gott kommen und auch mit Gottes Hilfe gelehrt werden. Wir brauchen diese „Offenbarung” von Gott. Alles andere bleibt zwangsläufig auf das menschliche Denken beschränkt und ist nicht ausreichend, um Gott zu erfahren.
Die Bibel macht beides sehr klar: Sowohl den Anspruch einer absoluten Wahrheit, was das Bild von Gott betrifft, als auch die Notwendigkeit, dass Gott uns helfen muss die Wahrheit zu erkennen und von den tausenden anderen Meinungen über Gott zu unterscheiden.
Was die Bibel über sich selber sagt.
Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit,
(2.Tim 3,16)
Ich tue euch aber kund, Brüder, daß das von mir verkündigte Evangelium nicht von menschlicher Art ist. Ich habe es nämlich weder von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch Offenbarung Jesu Christi. (Gal 1,11 und 12)
(weitere Bibelstellen zu diesem Thema: Jak 1,17, 2.Kor 1,18, Ps 119,89)
Gott will, dass du ihn kennenlernst.
Weil Gott wirklich existiert und er eine persönliche Beziehung zu dir will, ist er auch für dich erfahrbar! Er sagt: „Und sucht ihr mich, so werdet ihr mich finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen“. (Jes 29,13+14a)
Bei der Frage nach der richtigen Lehre geht es in meinen Augen nicht um Rechthaberei oder um die Verteidigung von irgendwelchen religiösen Ansichten, sondern um praktische Fragen: Wie kann ich den real existierenden Gott kennenlernen? Wie kann ich ihm begegnen? Wie sieht Gott mich und die Welt? Was ist sein Plan für mein Leben? Die Antworten können dein Leben verändern!
Wenn wir die Wahrheit verpassen, verpassen wir Gott, der die Wahrheit in Person ist. Er ist die Realität und Wahrheit, die hinter allen Dingen steht. Deshalb sagte auch der Apostel Johannes:
Jeder, der weitergeht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. (2.Joh 1,9)
Wie soll man denn Gott kennenlernen, ohne dass Gott einem entgegenkommt? Die Götter, die man kennenlernen kann, sind die, die von Menschen gemacht wurden und deshalb von Menschen verstehbar, begreifbar und erfahrbar sind. Der wahre Gott steht aber weit über unseren Gedanken:
Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. (Jes 55,9)
Die gute Nachricht ist: Er will sich uns mitteilen und uns sogar zu seinen „Kindern“ machen. All das können wir nur erfassen und erfahren durch Gottes Hilfe - indem er uns seinen Geist gibt. Der Geist Gottes ist der Lehrer, der die Bibel lebendig und kraftvoll macht.
Uns aber hat Gott es geoffenbart durch den Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So hat auch niemand erkannt, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes. (1.Kor 2,10+11)
Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben; (Joh 6,63)
Gott selber will dafür sorgen, dass wir ihn immer besser kennenlernen und verstehen. Das Wichtigste, was man über Gott wissen kann, hat Gott uns gezeigt indem er Mensch wurde. Jeder, den Gott zu Wahrheit hinführt, wird deshalb zu Jesus geführt:
Es steht in den Propheten geschrieben: «Und sie werden alle von Gott gelehrt sein.» Jeder, der von dem Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir. (Joh 6,45)
(vergl. 1.Thes 4,9, Jes 54,13)
Wahrheit erweist sich als wahr - Lügen erweisen sich als leeres Geschwätz.
Was ist die richtige Lehre? Ganz einfach: Die Lehre, die dazu führt, dass ich Gott begegne, seine Gegenwart erfahre und in eine wachsende Beziehung zu ihm hineingeführt werde. Wenn ich den Willen Gottes tun will - d.h. wenn ich mit ihm und für ihn leben will, dann wird die wahre Lehre sich bestätigen. Ich erfahre dann die Lehre als praktisch und kraftvoll. Sie führt mich dahin, reiche Erfahrungen mit Gott zu machen. Auch Jesus hat so gelehrt:
Da antwortete ihnen Jesus und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat. Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede. (Joh 7,16+17)
Der Glaube kommt aus der Predigt und die wahre Predigt und Lehre kommt aus dem Wort Gottes (Röm 10,17). Das wird sich auch in deinem Leben kraftvoll zeigen.
Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. (Joh 7,38)
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Das Wort des Glaubens
18.11.2011 von Wolfram.
Die Gerechtigkeit aus Glauben aber sagt so: Sprich nicht in deinem Herzen: «Wer wird in den Himmel hinaufsteigen?» das ist: Christus herabführen; oder: «Wer wird in den Abgrund hinabsteigen?» das ist: Christus aus den Toten heraufführen. Sondern was sagt sie? «Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen.» Das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen, daß, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst. Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil. Denn die Schrift sagt: «Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.» (Röm 10,6-11)
Im vorigen Beitrag habe ich darüber geschrieben, dass es mit dem Christsein einfach so weitergehen kann, wie es am Anfang war. Und am Anfang hörten wir das „Wort des Glaubens“ - das Evangelium. Durch diese Botschaft lernten wir erstmals Jesus kennen und je mehr wir sie von Herzen verstehen, desto mehr kennen wir ihn und haben Gemeinschaft mit ihm. Dieses Wort wird in all den vielen Alltagssituationen praktisch und lebendig durch den Geist Gottes in uns. Es ist uns nahe - in unserem Mund und unserem Herzen - um es zu tun.
Zwei Dinge werden hier genannt, die unser Teil dabei sind:
Das erste: Du brauchst nur zu glauben, dass Jesus für deine Schuld gestorben ist. Der Beweis dafür ist die Auferstehung. Durch die Sünde kam der Tod zu allen Menschen (Röm 4; Röm 6,23). Jesus war ohne Sünde. Nur deshalb hatte der Tod keine Macht über ihn. Er trug deine Schuld und Gottesferne aus Gehorsam. Deshalb hatte er die Macht sein Leben wieder zu nehmen (Joh 10,18). Seine Auferstehung ist der Beweis dafür, dass das Kreuz kein Unglück war, sondern, dass dies alles im Willen Gottes geschah und Gott somit sein Opfer angenommen hat. Du bist frei und kannst wieder als Kind Gottes in seiner Nähe leben. - „ Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit …“
Das zweite ist dein Bekenntnis zu Jesus: „ und mit dem Mund wird bekannt zum Heil.“ Das Leben mit Gott verläuft oftmals entgegengesetzt zum Lauf dieser Welt, die vom Bösen unterdrückt und geplagt wird. Ein heimliches Christsein ist deswegen kaum möglich. Man fällt auf, weil man anders ist und andere Überzeugungen hat. Wenn das nicht der Fall ist, ist man auf dem Rückzug. Man kommt auch in der Praxis nicht darum herum sich klar zur Wahrheit zu bekennen, wenn man Jesus nicht verleugnen will. Was ist von einem Diener zu halten, der sich schämt, wenn er von seinem Herrn sprechen soll. Entweder ist es ein schlechter Herr oder der Diener hat ein schlechtes und minderwertiges Bild von ihm.
Jeder nun, der sich vor den Menschen zu mir bekennen wird, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. Wer aber mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. (Mt 10,32+33)
Dazu kommt noch, dass wir natürlich auf keinen Fall wollen, dass die Menschen, die wir kennen die Chance auf das ewige Leben verlieren. Es geht nicht um krampfhafte Bemühungen zu „missionieren“, aber unser Bekenntnis ist unser Festhalten an Jesus und dem Wort des Glaubens. Ohne dieses Festhalten werden wir das „Heil“ nicht erreichen.
In alledem können wir uns völlig Gott anvertrauen, der uns hier schon ein sinnvolles Leben gibt und uns am Ende an sein herrliches Ziel führt - nach Hause, wo er schon einen wunderbaren Ort für uns vorbereitet hat.
Denn die Schrift sagt: «Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.»
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Reiches Leben aus Glauben (2)
30.10.2011 von Wolfram.
Nachdem wir etwas über das Gesetz Gottes gesprochen haben und darüber, dass der Weg des Glaubens eine neue Möglichkeit eröffnet mit Gott zu leben und ihn zu kennen, wollen wir uns jetzt näher mit damit befassen, wie das praktisch aussieht. Lesen wir weiter in Röm 10:
Denn Christus ist des Gesetzes Ende, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit. Denn Mose beschreibt die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz ist: «Der Mensch, der diese Dinge getan hat, wird durch sie leben.»
Die Gerechtigkeit aus Glauben aber sagt so: Sprich nicht in deinem Herzen: «Wer wird in den Himmel hinaufsteigen?» das ist: Christus herabführen; oder: «Wer wird in den Abgrund hinabsteigen?» das ist: Christus aus den Toten heraufführen. Sondern was sagt sie? «Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen.» Das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen, daß, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst. Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil. Denn die Schrift sagt: «Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.» (Röm 10,4-11)
Glauben ist einfach und natürlich
Zum Glauben brauchst du erstmal keine mega-übernatürlichen Erfahrungen. Du musst nicht „in den Himmel hinaufsteigen“ und dann irgendwelche Erfahrungen machen, die alles verändern. Du musst auch nicht durch die Hölle gehen, um von Gott Gnade zu bekommen. Manche glauben, dass man Gott nur durch Leid und Zerbruch begegnen kann. Es ist einfacher: „Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen.“ Es ist nicht mehr der endlose Kampf mit all den vielen Anforderungen und Geboten des Gesetzes.
Wie war es als Du zuerst zu Jesus gekommen bist? Schwierig? Kompliziert? Bei mir war es so, dass ich keine anderen Christen kannte, nachdem ich beim Hören einer Radiosendung zu Glauben gekommen war. So war ich sehr unsicher, ob ich nun errettet war oder nicht. Hier las ich die Antwort: „…daß, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst.“ So fing ich an, meiner Familie und meinen Freunden zu erzählen, dass ich Christ geworden war. Ich entschloss mich auf Jesus zu vertrauen, dass er mich durch Tod und Auferstehung gerettet hat, Ich war entschlossen mich ihm unterzuordnen. Bald war ich mir 100% sicher nun mit Gott im Reinen zu sein und zu ihm zu gehören. Ich genoss es, dieses Bewusstsein seiner Gegenwart zu haben und beobachtete genau, wann Gott besonders stark „da“ war und wann weniger. Ich hatte nicht viel Ahnung, aber durch Beobachtung stellte ich fest, dass die Gegenwart Gottes hauptsächlich von drei Faktoren abhängt: Womit fülle ich meine Gedanken? Wie bin ich gegenüber anderen Menschen eingestellt? Und: Wie reagiere ich auf den nächsten Schritt des Glaubens und des Gehorsams, den Gott mir sehr deutlich zeigt? Typisch für den Anfang ist auch, dass ich sehr dankbar war, Gott zu kennen und errettet zu sein.
Wie es anfängt, so geht es auch weiter
So wie man im Glauben angefangen hat, so macht man einfach weiter! Es gibt keine „Flitterwochen“ in denen alles so schön ist und dann kommt das ganze sauere Christsein, wo wir durchhalten müssen bis wir endlich im Himmel sind. Was soll das für ein Vater im Himmel sein, der seinen Kindern sagt, dass er sie lieb hat und sie dann ganz allein auf eine jahrelange Reise schickt? Paulus hat etwas anderes gelehrt:
Wie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in ihm, gewurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, indem ihr überreich seid in Danksagung! (Kol 2,6+7)
So wie wir Christus empfangen haben, so gehen wir auch mit ihm. Aus einfachem Glauben mit Dankbarkeit. Es wird sogar noch besser als am Anfang, denn wir werden „gefestigt“ und „auferbaut“.
Das Wort Gottes ist schon in dir!
Allen frommen Ausreden zum Trotz: “Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen”. Ich höre und gehorche demütig. Ich kann es auch, denn Gott ist es, der in mir lebt und sein Werk tut. Jesus hat gesagt:
Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; (Joh 10,27)
Ich lebe aus dem Hören und nicht aus meinen Gedanken und Begierden. Ich glaube. Ich tue das stetig und beharrlich. Das ist alles. Darin wird Gott sich zeigen und sich groß und wunderbar erweisen. Warum soll das ausgerechnet bei dir nicht funktionieren? Gott „funktioniert“ sowieso nicht. Er hat gesprochen und sein Wort ist wahr und zuverlässig. Wenn es nicht „funktioniert“, obwohl du die „Wiedergeburt“ (Joh 3,16) erlebt hast, dann liegt es daran, dass du diesen Weg des Glaubens irgendwie aus den Augen verloren hast. Es gibt machmal eine Dürre, aber es ist nicht normal auf Dauer in der Wüste zu sitzen.
Den Weg wieder zu finden, ist auch nicht schwer. Geh‘ in Gedanken in die Vergangenheit zurück bis du zu einem Punkt kommst wo du Gottes Führung und Gegenwart zum letzten Mal erlebt hast. Was hat Gott dir damals klargemacht? Hast du es getan? Was war damals der nächste Schritt des Glaubens? Das ist der Punkt an dem du Gott wieder treffen kannst.
Am Anfang sind wir unerfahren und werden leicht von Gottes Weg weggelockt. Unsere Aufmerksamkeit wird in der Gemeinde auf ein religiöses System gelenkt mit dem wir beschäftigt sind oder es gilt rein äußerliche Formen und Traditionen einzuhalten.
Sehr häufig wir verpassen wir Gott bei den kleinen Schritten, die dazu führen sollen, dass wir unsere alte Natur ablegen und dem Geist Gottes nach leben. Wenn wir die Stimme Gottes klar hören wollen, müssen wir lernen, das was der Bauch und der alte Adam sagen, von der Stimme Gottes zu unterscheiden. Dies kann natürlich nur funktionieren, wenn wir lernen Dinge zu tun, die dem „Fleisch“ nicht gefallen. Ansonsten werden Wunschdenken und Gottes Stimme in unserem Herzen nicht zu unterscheiden sein. Zuerst lernst du in dein eigenes Alltagsleben zu beherrschen (Röm 5,17). Gott fängt deshalb mit einfachen Lockerungsübungen an: Ich schlafe nicht bis 9.00 Uhr morgens und bin den Rest des Tages frustriert, sondern … Und was Gott Gott gesagt? Keine Schokoladenkekse am Abend? Wieso das denn??
Denk‘ nicht so viel darüber nach und mach nicht so einen riesigen Kampf daraus. Der Sieg ist vollbracht und nun ist es einfach Gott zu folgen, denn:
«Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen.»
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Reiches Leben aus Glauben (1)
17.10.2011 von Wolfram.
Welche Gebote muss man einhalten und welche nicht? Was ist das Minimum? Wie lebt man praktisch als Christ mit Gott? Wenn wir als Christen frei vom Gesetz sind, wie kann man dann leben ohne „Bahn frei“ zu machen für alles Schlechte? - Ein Thema mit viel Verwirrung ist der Gegensatz von einem Leben unter dem Gesetz Gottes und einen Leben im Glauben. Da hilft es auch nichts, wenn das Gesetz Gottes nun „geistliche Prinzipen“ genannt wird und so getan wird, als würde es nur aus schönen Versprechen bestehen. Und Glauben ist dann vielleicht, wenn ich mir etwas ganz fest einbilde? Mit Hilfe von Römer 10 grabe ich in den nächsten Folgen tiefer.
Das Gesetz Gottes - gut, aber für Sünder nicht zu empfehlen
Genauso, wie es von Gott gegebene Naturgesetzte gibt, welche die materielle Welt bestimmen, gibt es auch geistliche Gesetze, die unser Leben bestimmen und für alle Ewigkeit gelten. Es gibt diese materielle Welt und eine unsichtbare Welt, die über dieser materiellen Welt steht. Das Sichtbare kommt aus dem Unsichtbaren (Hebr 11,3). Alles wird durch den Plan und die Gebote Gottes bestimmt. Die Bibel nennt es einfach „das Gesetz“. Wenn wir alle diese Gesetze beachten, werden wir „leben“. Das heißt, wir werden Gott kennen, es wird uns gut gehen und wir werden im Einklang mit Gott und seiner Schöpfung stehen.
Das Gesetz Gottes ist gut und es dient dazu das Böse in Schach zu halten. Der natürliche Mensch ist von Gott getrennt. Damit er nicht zu viel Schaden anrichtet und dem Feind Gottes freie Bahn macht, hat Gott ein Gefängnis aus harten Geboten und Prinzipien gebaut, das nicht angenehm ist und auch niemandem zum Leben mit Gott verhilft, aber das erstmal das Schlimmste verhindern soll. Er sagt: „Du sollst nicht ..!“ „Wehe wenn du ..!“ Und: „Wenn du dies tust, dann tue ich (Gott) das …“
Da Gott für uns von Natur aus fremd ist, empfinden wir, dass sein Gebot gegen uns gerichtet ist! Das ist der klare Beweis dafür, dass wir „Sünder“ sind. Nun aber hat Gott einen neuen und lebendigen Weg gemacht, auf dem wir ihn persönlich kennenlernen können und der uns aus dem Leben als Sünder in ein neues ewiges Leben mit ihm führt. Dieser neue Weg heißt “Glauben”.
Die negative Bilanz unserer Bemühungen im Gegensatz zu Glauben
Wenn man die Prinzipien der Bibel verinnerlicht hat, dann ist es mit etwas Demut gar nicht schwer zu sehen, dass sie tatsächlich funktionieren. - Aber leider nicht zu Leben, sondern zum Tod. Man sieht die negative Frucht der Fehler und Versäumnisse, aber das Gute, um das man sich so sehr bemüht hat scheint irgendwie fruchtlos und schal zu bleiben. Nicht immer schlecht - aber Leben? Leben in Fülle, wie es Jesus versprochen hat? Große Belohnungen, wenn man etwas tut, was Gott geboten hat? Nicht wirklich. Das liegt daran, dass es ja selbstverständlich ist, Gott in allen Dingen zu gehorchen. Wie sollte es anders sein, wenn Gott der wahre Schöpfer des Universums ist? Wir betrachten die Einhaltung von Gottes Geboten, als etwas Besonderes und meinen, wenn wir auch nur ein wenig in diese Richtung gehen und uns dazu schwer überwinden, dann müssten wir eine große Belohnung bekommen. Das kann ja aber gar nicht so sein! Im Gegenteil: Wir müssen die Folgen tragen für das, was wir nicht in Gottes Willen getan haben.
Der Gehorsam gegenüber einem so guten und großen Gott ist selbstverständlich und dafür gibt es keine Belohnung. Nur weil wir Sünder sind, denken wir, dass wir Gott einen großen Gefallen tun, wenn wir ab und zu ein wenig auf ihn achten. Wir tun ab und zu „Werke“, damit wir ein wenig besser dastehen vor Gott. Oder wir rackern uns sogar ab mit dem Ziel von Gott etwas zu bekommen und ihm zu gefallen. Die Bilanz ist negativ. Das sagt auch die Bibel:
Dem aber, der Werke tut, wird der Lohn nicht angerechnet nach Gnade, sondern nach Schuldigkeit. (Röm 4,4)
Jesus selber hat es in einem Gleichnis dargestellt
Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Mehre uns den Glauben! Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerfeigenbaum sagen: Entwurzele dich und pflanze dich ins Meer! Und er würde euch gehorchen. Wer aber von euch, der einen Sklaven hat, der pflügt oder hütet, wird zu ihm, wenn er vom Feld hereinkommt, sagen: Komm und leg dich sogleich zu Tisch? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Richte zu, was ich zu Abend essen soll, und gürte dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe; und danach sollst du essen und trinken? Dankt er etwa dem Sklaven, daß er das Befohlene getan hat? Ich meine nicht. So sprecht auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren. (Lk 17,5-10)
Auf den ersten Blick hat die Geschichte mit dem Sklaven nichts mit der Frage der Apostel nach mehr Glauben zu tun. Jesus stellt zuerst die Kraft und Auswirkung von Glauben auf eine Weise dar, die uns übertrieben erscheint. Und dann macht er deutlich: Gehorsam und Dienst für Gott ist selbstverständlich, so wie ein Sklave selbstverständlich seinem Herrn dient. So wird deutlich: Es ist selbstverständlich Gott zu dienen. Man kann sich bei Gott nichts erarbeiten. Es gibt bei ihm nichts zu holen und keine Aufstiegsmöglichkeiten. Wir bleiben „unnütze Sklaven“. Doch nun hat Gott einen „neuen und lebendigen Weg“ (Hebr 10,20) aufgemacht: Der erstaunliche Weg des Glaubens, der uns mit der Kraft und Vollmacht Gottes verbindet, wie es die Geschichte von dem Maulbeerfeigenbaum zeigt.
Karotte vor der Nase?
So ist es schon gut sich um die Gebote und Maßstäbe Gottes zu bemühen - viel besser als dem Bösen freien Lauf zu lassen! Aber es bleibt ein religiöser Frust zurück. Das Konzept «Der Mensch, der diese Dinge getan hat, wird durch sie leben.» bleibt für normal sterbliche Menschen unerreichbar. Es ist wie mit der Karotte, die den störrischen Eseln vor die Nase gehalten wird, damit sie doch irgendwie weitergehen. Der Esel muss ständig geschlagen oder gelockt werden und er bleibt den ganzen Weg störrisch und mies gelaunt. - Die Karotte bleibt ein Traum für Esel.
Dieser Zustand soll nach Gottes Willen nun zu Ende sein! Gott hat Schluss gemacht mit der Karottenmethode und den „Wenn du … dann wird Gott …“ Sprüchen.
Denn Christus ist des Gesetzes Ende, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit.
Denn Mose beschreibt die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz ist: «Der Mensch, der diese Dinge getan hat, wird durch sie leben.» (Röm 10,4+5)
Jesus nimmt dem Esel seine Last ab, und führt in in sein Haus. Er gibt ihm die Karotte, striegelt sein Fell und bringt ihm bei, freiwillig aus Vertrauen hinter ihm her zu trotten. Ohne Drohungen und ohne unerreichbare Karotten. Dieses Leben im Glauben wird in den weiteren Versen von Röm 10 beschrieben.
(Fortsetzung folgt)
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Die große Kraft
1.10.2011 von Wolfram.
Siehe, Gott ist gewaltig, doch verwirft er niemanden; er ist gewaltig an Kraft des Herzens. (Hiob 35,5)
Das Herz Gottes
Gott ist „gewaltig“, er überragt alles, was wir kennen. Aber es ist nicht nur die Größe seiner Schöpfung und seiner Macht. - Er ist gewaltig an Kraft des Herzens. Das Herz ist ein häufiger Begriff in der Bibel. Gemeint ist das Wesen oder das innere Leben des Menschen - das, was ihn im Innersten bestimmt und bewegt. Es ist also die Quelle seines Lebens und Handelns. Es gibt viele Bibelstellen in denen das Wort „Herz“ steht. Fast alle handeln von Herzen des Menschen. Diese Bibelstelle ist eine seltene Ausnahme: Wir erfahren etwas über Gottes Herz. Wie ist er im Innersten?
Die Kraft seines Herzens
Unser Herz ist schwach. Unsere Entschlossenheit kann schwanken und unsere Liebe kann schwinden. Wir brauchen immer wieder neu Motivation, Ermutigung und Entspannung. Unser Herz ist verletzbar. Es kann bitter oder hart werden - eine Art innerer Tod. Es kann auch krank oder bedrückt sein, so dass unser ganzes Leben arm und niedergedrückt ist.
Gottes Herz ist „gewaltig an Kraft“. Gottes Charakter - sein Herz - ist vollkommen gut. Und durch die große Kraft, die darin ist, kann es niemals negativ beeinflusst werden. Es überwindet alles. Selbst sein Gericht kommt aus vollkommen reinen Motiven der Gerechtigkeit und der Sorge um seine Schöpfung. Gott zögert immer lange mit großer Geduld und Großzügigkeit, bevor er sich entschließt dem immer weiter um sich greifenden Bösen einen harten Stolpersein in in den Weg zu legen. Dann ernten die Menschen und ganze Nationen was sie gesät haben. Er selber richtet sich nicht gegen uns!
Irret euch nicht, meine geliebten Brüder! Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten. (Jak 1,16+17)
Wie ist Gott?
Mit Jesus hat hat Gott das letzte Wort darüber gesprochen. Er ist selber Mensch geworden und hat sein Leben geopfert, um uns aus einer Welt zu retten, in der das normale Ende jedes Menschen der ewige Tod ist. Gott ist nicht der böse Gott, der die Kinder hungern und sterben lässt, der durch Erdbeben dafür sorgt, dass Menschen unter ihren Häusern verschüttet werden und ähnliches mehr. Er ist der Gott dessen Herz gewaltig an Kraft ist, der „niemanden verwirft“ und der sein Leben für uns gibt. Er will uns aus dieser Kampfzone retten, die vor langer Zeit durch die Rebellion Satans gegen seine vollkommene Gerechtigkeit entstanden ist.
Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn errettet werde. (Joh 3,16+17)
So steht Gott auch zu dir. Die gewaltige Kraft seines Herzens ist darauf gerichtet, dich mit ihm zu versöhnen, dich auf seinen Weg zu führen, dich zu retten, dich zu reinigen und zu segnen. Er sagt nicht: „Na ja, den lassen wir noch durchschlüpfen“ oder: „Aus dem wird nichts mehr“. Er ist nicht frustriert, gekränkt oder enttäuscht. Wer so ist, das bist du! Gott wartet auf dich, um dir zu raten und dich weiterzuführen, sobald du getan hast, was Er dir zuerst gesagt hat. Er wartet darauf, dass du das Vertrauen zu ihm wieder findest. Den kostbaren Glauben, den er in dein Herz gegeben hat.
Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen willig gibt und keine Vorwürfe macht, und sie wird ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben, ohne irgend zu zweifeln; denn der Zweifler gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. (Jak 1,5+6)
Vertraue auf die gewaltige Kraft in Gottes Herzen, die dir freundlich zugewandt ist, wenn du an Jesus glaubst. Wenn du seine Liebe annimmst, wirst du in deinem Herzen Frieden haben.
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Gottes Medizin gegen Rassismus und Nationalismus: Das „Gebetshaus für alle Völker“.
8.9.2011 von Wolfram.
Und die Söhne der Fremde, die sich dem HERRN angeschlossen haben, um ihm zu dienen und den Namen des HERRN zu lieben, ihm zu Knechten zu sein, jeden, der den Sabbat bewahrt, ihn nicht zu entweihen, und alle, die an meinem Bund festhalten: die werde ich zu meinem heiligen Berg bringen und sie erfreuen in meinem Bethaus. Ihre Brandopfer und ihre Schlachtopfer sollen mir ein Wohlgefallen sein auf meinem Altar. Denn mein Haus wird ein Bethaus genannt werden für alle Völker. (Jes 56,6-7 vergl. Mk 11,17)
Die gemeinsame Wurzel
Die Bibel erzählt die Geschichte besonderer Familien, die am Anfang der Geschichte Gottes mit den Menschen standen. Adam und Eva, Noah und seine Nachkommen und schließlich Abraham und Sara, mit ihren Kindern. Gott sieht die Menschen als eine große Familie mit vielen unterschiedlichen Zweigen an. Wir sind die Nachkommen Adams und Noahs. Wir alle können „Kinder Abrahams“ werden, wenn wir seinem Beispiel des Glaubens nachfolgen. (Mt 8,11; Röm 4,12; 1.Petr 3,6)
Es gibt keine Völker, die einfach so für sich stehen und keinen Bezug zu den anderen haben. Sie haben eine gemeinsame Wurzel.
Der Strom des Segens: Abraham
Abraham war kein perfekter Mensch. Aus Angst vor Übergriffen gab er seine Frau Sara als seine Schwester aus und riskierte sogar, dass sie beinahe mit einem anderen verheiratet wurde. Er hatte aber etwas, was ihn in Gottes Augen von den anderen Menschen seiner Zeit unterschied. Er vertraute Gott. Er glaubte und sein Glauben ehrte Gott. Deshalb war er als unvollkommener (sündiger) Mensch bei Gott akzeptiert. Er war sogar sein Freund in einem sehr persönlichen Sinn. Er tat einfach, was Gott sagte, auch wenn es sinnlos erschien. Selbst das Leben seines einzigen Sohnes war in seinen Augen weniger wert, als das Privileg der Stimme Gottes zu gehorchen. Er glaubte Gottes Zusagen, auch wenn nichts davon zu sehen war. So wurde er zum Stammvater einer neuen Familie, die in besonderer Beziehung zu Gott steht. Heute nennt Gott diese Gruppe von Menschen seine Kinder - seine Familie eben.
Und die Schrift wurde erfüllt, welche sagt: „Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet“, und er wurde „Freund Gottes“ genannt. (Jak 2,23 s. auch Parallelverse)
Diese wunderbare Beziehung zu Gott sollte ein Schatz und ein Erbteil der Nachkommen Abrahams sein. Und immer wieder gab es unter den Nachkommen Abrahams Menschen, auf die dieses Privileg übertragen wurde. Zuerst Isaak, dann Jakob und dann lebten diese Menschen mitten im Volk Israel. Aber Gottes Plan geht weit über die leiblichen Nachkommen Abrahams hinaus. In Abraham wurden alle Nationen gesegnet. Denn er erkannte eine neue Möglichkeit Gott kennenzulernen durch Glauben. Heute steht für jeden Menschen die Tür zu Gottes Familie offen. Gott bietet jedem Menschen Versöhnung und Adoption in seine Familie an - durch Jesus.
Erkennt daraus: die aus Glauben sind, diese sind Abrahams Söhne! Die Schrift aber, voraussehend, daß Gott die Nationen aus Glauben rechtfertigen werde, verkündigte dem Abraham die gute Botschaft voraus: „In dir werden gesegnet werden alle Nationen.“ Folglich werden die, die aus Glauben sind, mit dem gläubigen Abraham gesegnet. (Gal 3,7-9 vergl. 1.Mose 18,18)
Die Beziehung zu Gott macht Menschen aus allen Nationen und Kulturen zu neuen Menschen „in Christus“. Es ist nicht Gottes Absicht eine Einheitskultur zu schaffen, sondern er will Menschen aus allen Nationen und Kulturen seiner Familie anschließen.
Die ersten Apostel überraschte das, wie man an der Geschichte von Petrus und dem römischen Hauptmann Cornelius sieht. Sie erwarteten, dass Gott nur innerhalb der jüdischen Kultur und Nation wirken würde. Heute zieht sich dieser Segen wie ein Strom des Lebens durch fast alle Nationen. Gott hat seine Familie ausgebreitet - zum Segen, zur Versöhnung und zur Heilung. Das Reich Gottes entsteht nicht durch Feldzüge, sondern durch eine Art Familiengeschichte!
Und er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der hervorging aus dem Thron Gottes und des Lammes. In der Mitte ihrer Straße und des Stromes, diesseits und jenseits, war der Baum des Lebens, der zwölf mal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt; und die Blätter des Baumes sind zur Heilung der Nationen. Und keinerlei Fluch wird mehr sein; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein; und seine Knechte werden ihm dienen, und sie werden sein Angesicht sehen; und sein Name wird an ihren Stirnen sein. (Off 22,1-4)
Die Nationen und das kommende Königreich
Gott hat aus den Nachkommen Noahs verschiedene Nationen hervorgehen lassen. Wenn es sein Ziel gewesen wäre, einen kulturellen Einheitsbrei anzurühren, wie es der Traum von der Konsum-Multikulti-EU-Norm-Gesellschaft versucht, dann hätte er das leicht tun können, denn es waren ja nur acht Menschen übrig, die bestimmt keine so unterschiedlichen Auffassungen hatten. Aber immer wieder sehen wir das Gott die „Nationen“ als eigenständige Gruppen betrachtet, die z.B. eine bestimmte Haltung Ihm gegenüber einnehmen, die als Gruppe die Folgen ihres Handelns tragen müssen oder die gesegnet werden. Die „Zeiten der Nationen“ (Lk 21,24), in der die Nationen herrschen und handeln wie sie wollen wird enden, wenn der Herr Jesus wiederkommt und als König über die Völker herrscht. Aber auch danach, in Zusammenhang mit dem neuen Jerusalem, werden sie als eigenständige Gruppen erwähnt:
Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, damit sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und ihre Lampe ist das Lamm. Und die Nationen werden in ihrem Licht wandeln, und die Könige der Erde bringen ihre Herrlichkeit zu ihr. (Off 21,23+24)
Am Ende wird Gott der König aller Nationen sein
Gott hat die verschiedenen Völker mit ihren Eigenarten gemacht und beabsichtigt. Er führt sie zusammen und er schafft Frieden und Versöhnung unter ihnen durch seine Familie. Jesus hat sich für jeden Menschen aus jedem Volk geopfert. Die Nationen gehören deshalb ihm. Er ist der kommende König.
Alle Nationen, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, Herr, und deinen Namen verherrlichen. (Ps 86,9)
Wer sollte nicht fürchten, Herr, und verherrlichen deinen Namen? Denn du allein bist heilig; denn alle Nationen werden kommen und vor dir anbeten, weil deine gerechten Taten offenbar geworden sind. (Off 15,4)
In der Gegenwart Gottes werden die Unterschiede zwischen den Völkern und Nationen bedeutungslos. Wir sehen den, der alles geschaffen hat und der aus allen Völkern Menschen mit seinen eigenen Tod erkauft hat, so dass sie seine Kinder und Diener sein können. In der Anbetung sind die Nationen vereinigt.
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Volltreffer! Du bist einzigartig!
1.3.2011 von Wolfram.
Ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl. (Ps 139,14)
Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast - das erkenne ich! (Ps 139,14 Hoffnung für alle)
Die Bibel lehrt, dass jeder Mensch nach dem Bild Gottes geschaffen ist. Wie bei einem Mosaik spiegelt jeder Mensch etwas von Gott wieder. Er hat auch dich beabsichtigt, lange erwartet und ins Leben gebracht! Du bist ein wertvolles Einzelstück, mit Absicht in die Welt gesetzt - jedenfalls von Gott her.
Du hast von Gott her einen Platz, eine Bestimmung und ein Ziel. All das kann man nur entdecken, wenn man den einen kennenlernt, der alles Leben geschaffen hat und das Leben in Person ist. (1. Mose 2,7; 4.Mose 27,16; Hi 12,10; Jes 42,5; Jer 32,27; 1.Tim 6,13; Apg 17,28).
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. (Joh 14,6)
Gott sucht seine verloren gegangenen Einzelstücke mit echtem herzlichen Verlangen. Jesus hat z.B. die Geschichte von dem Schäfer erzählt, der die 99 anderen Schafe stehen lässt, um das eine zu suchen, dass ihm verloren gegangen ist. Oder die Geschichte von der Frau, die eine Sammlung von wertvollen Münzen besaß und eine fehlte und sie sucht und fegt das ganze Haus, bis sie sie gefunden hat. (Lk 15)
Wenn du dass erkannt hast, brauchst du dich nicht mehr mit Anderen vergleichen. Du brauchst weder prahlen noch dich minderwertig fühlen. Dir ist klar:
Ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl. (Ps 139,14)
Dein Leben wird gelingen und gut und erfüllt sein, wenn du es Gott anvertraust. Wer den Weg von Jesus geht, den wird Gott führen. Du dienst ihm einfach mit dem, was er dir schon gegeben hat und Gott zeigt dir mehr.
Viele Religionen und Ideologien haben zum Ziel einen gleichförmigen, angepassten Menschen heranzuziehen. Alle sollen den gleichen Ritualen, den gleichen Denkmustern und der gleichen Weltanschauung folgen. Alle sollen gleich arm sein oder aber eine möglichst pflegeleichte Masse von Konsumenten bilden. Man trägt was „angesagt“ ist, man sagt, was „politisch korrekt“ ist und man versucht nicht aufzufallen. So ist man etwas: Ein Muslim, ein guter Katholik, ein Öko-Typ oder ein BMW-Fahrer.
Diese Art von Einheit scheint auch irgendwie nötig zu sein, denn wie soll eine Gesellschaft oder Gruppe funktionieren, die nicht irgendwo einen gemeinsamen Nenner hat? Gott hat eine bessere Idee. Er will die vielen ganz verschiedenen Einzelstücke zu einem neuen und lebendigen Ganzen zusammensetzen: Wie in der Schöpfung aus ganz unterschiedlichen Lebewesen z.B. ein Wald oder ein Korallenriff gebildet wird und wie der menschliche Körper aus ganz unterschiedlichen mit einander verbundenen Gliedern und Organen aufgebaut ist, so will Gott ein neues Wunder der Schöpfung aus den Menschen machen, die ihn kennen. Es ist der „Leib Christi“. Die Gemeinschaft der Heiligen, die sehr verschieden sind. Aber durch den Geist Gottes und durch die gemeinsamen Ausrichtung auf Jesus, der das „Haupt“ ist, haben sie Einheit und Leben. Das ist der Plan Gottes und noch bevor Jesus wiederkommen wird, wird die Welt diese Gemeinschaft sehen, die nicht durch Zwänge und Gleichmacherei zusammengehalten wird, sondern in der die einzelnen Menschen sich als freie und selbstbewusste Glieder in den Leib einfügen, der ein neues Bild abgibt: Der Mensch, wie er ist, wenn er wieder mit Gott zusammen ist.
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Die Medizin gegen Bitterkeit
25.2.2011 von Wolfram.
Nachfolgend ein Ausschnitt aus dem PDF über Autorität, weil dieser Aspekt zentral für die Beziehung zu Gott ist und nicht genug betont werden kann.
Autorität über das eigene Leben
Gott hat mir Autorität über mein eigenes Leben gegeben. Das ist eine gute Nachricht, denn damit habe ich die Schlüssel für mein Leben in der Hand. Es sind nicht die Umstände, meine Eltern, mein Arbeitgeber, Ehepartner, die Gesellschaft oder mein Geld, die über mich herrschen, sondern ich bin von Gott befähigt, beauftragt und ausgerüstet mein Leben zu führen und nur deshalb sagt Gott, dass er am Ende mein Leben beurteilen wird. Wenn ich es nicht in der Hand hätte, dann hätte ich auch keine Verantwortung und Gott könnte sich gerechterweise kein Urteil darüber erlauben.
Ist mein Leben heute so wie es ist, weil andere mir Unrecht getan haben? Weil andere mich verletzt oder mir Unrecht getan haben? Bin ich ein Opfer von mangelhaften Eltern, einer schlimmen Gesellschaft oder widrigen Umständen? Ist meine Gemeinde daran Schuld, dass ich nicht weitergeführt werde? Bei all dem ist zu Bedenken: Wenn ich anderen die Schuld gebe, gebe ich auch den Schlüssel der Autorität über mein Leben ab. Ich bin nun ein Opfer. Ich bekenne damit: Nicht ich habe es in der Hand, sondern meine Eltern, Leiter oder wer oder was auch immer sind verantwortlich. Natürlich sind sie es auch und werden einmal vor Gott dafür Rechenschaft ablegen müssen. Aber mir hat Gott Macht über mein Leben gegeben und meine Reaktion auf die Dinge und Menschen, die mir begegnen bestimmt meinen Weg und liegt in meiner Verantwortung. Wenn ich zu dem Ergebnis komme, dass ich die Verantwortung für mein Leben habe, dann ergibt sich daraus zwangsläufig, dass es meine Reaktionen auf Ungerechtigkeit und Verletzungen sind, die mich zu Verbitterung, Depression und anderen negativen Resultaten geführt haben. Es ist meine Reaktion auf die Dinge, die mich bitter, unbarmherzig, neidisch usw. macht. So werde ich von Gott getrennt und mein Leben wird vergiftet. Gott will uns alles zu Besten dienen lassen und er hat die Macht selbst das bitterste Wasser süß zu machen, indem das Holz des Kreuzes hineingeworfen wird:
Und Mose ließ Israel vom Schilfmeer aufbrechen, und sie zogen hinaus in die Wüste Schur und wanderten drei Tage in der Wüste und fanden kein Wasser. Da kamen sie nach Mara, aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war bitter. Darum gab man dem Ort den Namen Mara. Und das Volk murrte gegen Mose: Was sollen wir trinken? Da schrie er zum HERRN, und der HERR zeigte ihm ein Stück Holz; das warf er ins Wasser, und das Wasser wurde süß. Dort legte er Ordnung und Recht für es fest, und dort prüfte er es, und er sprach: Wenn du willig auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, hörst und tust, was in seinen Augen recht ist, seinen Geboten gehorchst und all seine Ordnungen hältst, dann werde ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den Ägyptern auferlegt habe; denn ich bin der HERR, der dich heilt. Dann kamen sie nach Elim, und dort waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume; und sie lagerten sich dort am Wasser. (2.Mose 15,22-27 - das Wort „Mara“ bedeutet „bitter“.)
In Mara prüfte Gott das Volk Israel. Genauso werden wir geprüft an bitteren Erfahrungen. Wenden wir uns zu Gott? Strecken wir uns nach seiner Hilfe aus? Oder klagen wir Gott an und geben anderen die Schuld? In Amerika gibt es das Sprichwort „get bitter or better“ (werde bitter oder besser).
Mose warf das Holz ins Wasser und das Wasser wurde süß. Das ist ein Symbol dafür, wie wir in jeder Situation das Kreuz anwenden können:
Bin ich das arme Opfer? Nein: Jesus hat mich erlöst von aller Macht der Finsternis. Er hat meine Schuld und mein Leid getragen. Was ich erlebe ist nur eine Prüfung für die ich viel Gutes erhalten werde, wenn ich bestehe - und auch zum Bestehen hilft mir Gott!
Habe ich einen Anspruch gegen andere oder gegen Gott? Nein: Wenn Jesus für mich als Sünder am Kreuz gestorben ist und mir alles vergeben ist, dann kann ich nicht andere verurteilen (lies ab Mt 18,21!).
Muss ich im Selbstmitleid leben oder von meinen Verletzungen und Prägungen beherrscht werden? Nein: Jesus hat mein ganzes Leben mit all den ganzen Verknotungen am Kreuz getragen, nicht nur einzelnen Sünden. So sind mir mit ihm gestorben und frei von uns selber. In der Praxis zeigt sich das dadurch, das wir die Kraft haben uns selbst zu verleugnen, d.h. in positiver Weise frei von uns selbst zu sein. Lass los und du wirst losgelassen werden! Schau auf Jesus, den Anfänger und Vollender deines Glaubens!
Jesus hat als Gerechter für die Ungerechten gelitten. Das ist die Medizin gegen Bitterkeit. Auch ich kann wie Jesus als Gerechter für unter unter den Ungerechten leiden und dem Bösen ein Ende machen, in dem ich es bei mir enden lasse. Ich kann voller Freude sein, weil ich weiss es ist der Weg, den Jesus gegangen ist und ich bin auch ein Sohn oder eine Tochter Gottes - mit ihm werde ich all die unermesslichen Reichtümer erben, die für alle Ewigkeit meins sein werden. Was sind dagegen die schmerzhaften Erfahrungen dieser Welt? Was kann mein böser Nachbar, die böse Welt oder meine Vergangenheit daran ändern?
Muss ich andere anzapfen und dafür sorgen, dass ich Aufmerksamkeit, Liebe und vieles andere bekomme? Nein: Wenn Gottes Liebe und Zuwendung, die ich einfach durch das Kreuz geschenkt bekommen habe mir nicht genügt, dann wird mir nichts genügen.
Die Bitterkeit wird mich innerlich töten, aber wenn ich das Kreuz anwende, wird Gott seine Macht zeigen und selbst aus den finstersten Erfahrungen noch Gutes machen. Nach Mara kommt die herrliche Oase Elim.
In Mara „legte er Ordnung und Recht für es fest“. Nur in den schwierigen Zeiten kann man sich entscheiden, die Ordnungen Gottes anzunehmen. Zum Beispiel, die Tatsache, dass Gott dir die Vollmacht und die Schlüssel für dein Leben gegeben hat. Deine im Herzen getroffenen Entscheidungen sind es, die selbst das Leben in der Ewigkeit bestimmen werden. Gott will keine Anhänger, die ständig durch Segnungen und Problemlösungen bei Laune gehalten werden müssen. Er sucht Menschen, die Ihn lieben und das sind offensichtlich die, die unter Schwierigkeiten und in bitteren Erfahrungen seine Ordnungen und Wege akzeptieren.
Glücklich ist der Mensch, dessen Stärke in dir ist, in dessen Herz gebahnte Wege sind! Sie gehen durch das Tränental und machen es zu einem Quellort. Ja, mit Segnungen bedeckt es der Frühregen. (Ps 84,6.7)
In jeder Situation meines Lebens steckt die Chance einen Sieg Gottes daraus zu machen durch Vergebung, Erlösung, Heilung, Wiederherstellung, Segnung, Wachstum … oder dem Feind den Sieg zu überlassen durch Bitterkeit, Selbstmitleid, Depression, Verantwortungslosigkeit, Rache, Schuld, Verdammnis … Dazu hast du die Autorität - die Vollmacht von Gott! Derek Prince hat gesagt: „Segen oder Fluch - Du hast die Wahl.“
Adam und Eva lebten in einer perfekten Welt. Der Triumph Satans war, das sie sich trotzdem gegen den Weg Gottes entschieden. Wir leben in einer kaputten, gefallenen Welt. Der Triumph des Herrn Jesus Christus ist es, dass wir uns trotzdem für ihn entscheiden.
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Versteck Dich: Der Aufschwung ist da!
22.1.2011 von Wolfram.
Heute mal ausnahmsweise etwas, was nicht in der Bibel steht und normalerweise auch nicht mein Thema ist. Ich sehe aber, dass viele Menschen total ahnungslos sind und schon bald womöglich ins Messer laufen, weil ihnen segensreiche 60 Jahre Frieden und Wohlstand vermittelt haben, dass es immer so sein wird. Ganz zu schweigen von der täglichen Aufschwung-Propaganda im Fernsehen. Daher hier etwas Nothilfe.
Das System der Weltwirtschaft ist sehr komplex. Das Geldsystem und die ganzen Verflechtungen sind schier undurchschaubar. Aber es gibt auch ein paar grundlegende Dinge, die zwar nicht alles erklären, nicht die absolute Wahrheit sind und auch nicht unbedingt vollständig sind, aber mir viel Klarheit gebracht haben. Hier sind sie. Suche selber im Internet, wenn du mehr oder besseres willst - dies ist kein Wirtschaftsblog.
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Wenn Geld wertvoll und deshalb schwer zu leihen ist, dann versucht jeder es anzuhäufen und Unternehmer investieren in gewinnbringende reale Produkte und Fabriken, um langfristig Geld damit zu verdienen. Die Perspektive ist: Wie kann ich langfristig Einkommen und Wohlstand haben - durch Arbeit und Sparen oder durch Investitionen. In einer solchen Situation sind die Zinsen hoch und Kredite nur gegen echte (physische) Sicherheiten erhältlich. Die Wirtschaft dreht sich um Produktion und reale Güter.
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Geld besteht nur aus Papier oder elektronischen Daten. Seinen Wert hat es nur, weil man es verleihen und Zinsen dafür verlangen kann. Die Guthaben der einen sind die Schulden der anderen. Durch Zins und Zinseszins muss die Geldmenge und damit die Schulden immer weiter wachsen und zwar exponentiell, d.h. immer schneller! Dies kann durch Wirtschaftswachstum oder durch immer höhere Verschuldung geschehen. Sobald das nicht mehr möglich ist (die Welt ist endlich), droht dem System das Ende: Die Anleger erwarten ihre Zinsen auf immer weiter steigende Guthaben, aber es gibt zu wenig Schuldner, die es erwirtschaften könnten. Zum Beispiel auch durch die Überalterung: Immer mehr Ältere wollen von Rücklagen leben, während es immer weniger Junge gibt, die z.B. einen Kredit für ein Haus aufnehmen. Wenn die Bank dadurch auf die eine oder andere Art pleite geht, bleibt von all dem schönen Geld nur sehr wenig übrig: Ganz grob ca. 10% - siehe dazu den nächsten Punkt:
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Die Banken müssen nur einen geringen Teil (ca. 10%) der Einlagen als Kapital halten (das heißt “fraktionales Reservesystem”). Sie können also wesentlich mehr verleihen, als die Sparer und Anleger eingezahlt haben. Das (Giral-)Geld entsteht so als Kredit aus dem Nichts. Solange dem Geld entsprechende Werte (Sicherheiten für den Kredit) gegenüberstehen kann nicht viel passieren: Wenn der Schuldner nicht mehr zahlen kann, verkauft die Bank die verpfändeten Werte (z.B. die Immobilie) und die Schuld ist damit beglichen. Wenn die Sicherheiten aber im Preis fallen und viele Schuldner ausfallen, ist die Bank schnell pleite. (Beispiel: “Immobilienblase” in USA, Irland, Spanien, Dubai und anderswo). Wenn außerdem viele Sicherheiten nur aus einem Kettenbriefsystem von “Wertpapieren” bestehen (Beispiel: Eurokrise, Derivate) droht täglich der weltweite Dominoeffekt.
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Wenn die Schulden in der Summe den Wert der zugrunde liegenden Sicherheiten deutlich überschreiten, entsteht eine instabile Situation: Der Geld-Anleger wird immer nervöser, weil seinem Geld kein gleichwertiger Wert mehr gegenübersteht.
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Der Staat gibt normalerweise mehr Geld aus, als er einnimmt. Das liegt daran, dass jeder neue Politiker auch was Neues und Schönes machen will, um seine Wähler / Untertanen damit zu beglücken. Alles wird immer weiter “verbessert” (Sozialsysteme, Subventionen, Bildung, Militär, Verwaltung, “Kultur”, …) Dadurch muss der Staat Kredite aufnehmen, denn sonst würden die Steuern so stark steigen, dass es die Wähler / Untertanen nicht gut finden würden. Statt also Steuern zu kassieren, führt der Staat einen Teil seiner Einnahmen als Zinsen an Kapitalgeber ab. In manchen Ländern, wie Japan sind es die im Land wohnenden Sparer, in anderen sind es ausländische Gesellschaften und Anleger (Irland). So gerät der Staat in Abhängigkeit zu den großen Kapitalsammelstellen - den lieben Banken.
Die Banken brauchen den Staat und seine Schulden und der Staat braucht die Banken. Die Verflechtung nimmt ihren Lauf. -
Die steigende Verschuldung ist also notwenig und politisch gewollt, gerade auch dann, wenn es kein echtes Wirtschaftswachstum gibt. Wenn Kredit schließlich an Jeden gegeben wird, egal, ob er den Kredit zurückzahlen kann oder nicht (”Subprime”, “Bailout”, “Rettungsfonds”, …), dann versuchen viele auf Pump und auf Kosten anderer zu leben. “Geld spielt keine Rolle” ist das Motto. Geld wird von den Banken zu Zinsen nahe Null geliehen und es wird damit spekuliert. (Rohstoffspekulation mit Öl, Weizen, …) oder das Geld fließt in die großen Banken-Casinos: Milliarden werden gewettet, dass bestimmte Papiere, die wiederum den Wert anderer Papiere abbilden sich so oder so entwickeln. Je höher das Risiko dieser Wetten, je höher der Gewinn. Geht es aber schief - egal, andere haften dafür. Wer zu 0,5% Zinsen spart, ist der Dumme. Wer reale Investitionen tätigt, geht ein hohes Risiko ein, da sich die Lage auf dem Spieltisch täglich ändert und er verdient trotzdem weniger als die Casinospieler. Die Preise steigen durch Spekulation, fehlende Investitionen und Belastungen aus einen immer luxuriöseren und regulierungswütigen Staatsapparat. Dinge wie Wohnimmobilien, die üblicherweise auf Kredit gekauft werden, steigen zunächst im Preis unrealistisch stark an, weil jeder einen billigen Kredit aufnimmt und kauft.
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Die Zinsen können dann von den Notenbanken nicht mehr erhöht werden, weil dies durch die hohe Zinsbelastung den Staatsbankrott und totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch (Richtung 10% Wirtschaftsrest s.o.) zur Folge hätte. Schließlich steigen die Zinsen aber doch am Markt ganz unabhängig davon, was Notenbanken entscheiden: weil immer mehr Schuldner um die Anleger konkurrieren, die ein steigendes Risiko sehen. Das bringt den Banken kurzfristig extreme Gewinne: Sie leihen bei den Notenbank zu 0,5% und verleihen es z.B. an den griechischen Staat zu 10%. Und dann heißt es: “Die Banken sind gerettet! Der Aufschwung ist da!” All das kommt in Gefahr, wenn die (Staats-)Schuldner die Zinsen nicht mehr aufbringen können oder wollen.
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Wenn nun die Banken in Bedrängnis geraten - rate mal, wer Ihnen dann hilft.
Der liebe Staat! Das ist übrigens der entscheidende Grund, warum ich nicht an Deflation glaube und man sieht ja heute, dass es so läuft. Die Zahlungsausfälle werden vom Staat per Geldentwertung auf alle verteilt, denn der Staat und die Banken bilden die oben beschriebene Interessengemeinschaft. -
Schließlich wachen mehr und mehr Geldanleger auf und erkennen: Das Geld ist selber ein Risikopapier, weil es nur noch aus Risikopapieren besteht. Beispiel: Der griechische und der irische Staat ist pleite und wird mit einem normalem Geld (das ehrliche Arbeit und reale Wirtschaft repräsentiert) niemals seine Schulden zurückzahlen. Die europ. Zentralbank kauft diese wertlosen Staatsanleihen und gibt den Staaten dafür echte Euros, die damit auch entwertet werden.
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Jeder versucht nun, das Geld nur möglichst kurz zu behalten und Sachwerte dafür zu bekommen. Je nach Kontostand kauft man sich ein Paar Schuhe repariert das Dach oder investiert in Gold. Das ist der nächste Aufschwung, der englisch “Crackup-Boom” heißt. Schließlich und zwangsläufig (!) setzt die Todesspirale ein: Sachen, die von reichen Leuten oder Gesellschaften gekauft werden, steigen massiv (Edelmetalle, Erdöl, Rohstoff produzierende Firmen, spezielle ertragreiche Immobilien). Dadurch steigen die Preise, was den Prozess weiter anheizt. Dagegen sinken Preise von Dingen, die auf Kredit gekauft wurden, weil viele Schuldner pleite gehen und um jeden Preis verkaufen müssen: Wohnimmobilien, schöne Autos und auf Kredit spekulativ gekaufte Investments. Dinge, die man nicht unbedingt braucht liegen wie Blei in den Regalen, während Dinge wie Lebensmittel und Energieträger extrem teuer werden.
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Landwirtschaft, Energie- und Rohstoffgewinnung gehören zu den Wirtschaftszweigen, die gemessen am Umsatz und Gewinn den höchsten und langfristigsten Kapitaleinsatz erfordern. Wenn ich z.B. ein Softwarehaus aufmachen will, brauche ich ein paar Computer, Papas Garage und meine Kumpel, die mit mir Informatik studieren. Wenn ich dagegen einen konkurrenzfähige Landwirtschaft aufbauen will, brauche ich teuere Landflächen, Gebäude, einen Mähdrescher für 120000 €, Leute mit Erfahrung, … Wenn ich eine Silbermine erschließen will oder nach Erdöl bohren möchte, brauche ich vom Start weg viele Millionen Euro, die echtes Risikokapital sind: Wenn ich nichts finde ist das Geld weg. Ein modernes, großes Kohlekraftwerk kann locker mehrere 100 Millionen Euro kosten. Solche Investitionen unterbleiben in der spekulativen Phase und auch lange Zeit in der Phase des wirtschaftlichen Niedergangs. Das sorgt dafür, das Lebensmittel, Energie und Rohstoffe während dem wirtschaftlichen Zusammenbruch nur kurzfristig im Preis sinken und bald wieder steigen, während andere Werte wie Häuser, Wertpapiere, Luxusgüter etc. ruinös im Preis fallen.
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Der einzige Ausweg aus der Schuldenspirale durch Zins und Zinseszins ist die Insolvenz (Bankrott) der Schuldner. Dadurch wird der Schuldner unter Auflagen schuldenfrei und der Anleger verliert sein Kapital. Erst dann ist an einen Neuanfang zu denken. Dieser Prozess ist nun wegen dem drohenden Dominoeffekt verschoben und erschwert worden. Die Schulden wurden zu Staatsschulden und wurden zusätzlich als undurchsichtige “Wertpapier”-Pakete (CDOs usw.) in der ganzen Welt verteilt. So wurde aus dem Problem der Banken ein Staatsproblem: Der Staat muss rigoros sparen und massiv Steuern eintreiben, wenn das Spiel weitergehen soll. Die Zinsen bezahlt der Steuerzahler an die Gläubiger. Dadurch wird die Wirtschaft vollends abgewürgt und weitere Schuldner gehen bankrott. Der Staat wird dann wie wild Geld in schier beliebiger Menge drucken (”Quantitative Easing”), um seine Schulden zu bedienen und die Freunde in den Banken vor dem deflationären Dominoeffekt mit 10% Rest zu “retten”. Schließlich entlädt sich die Situation in einer unkalkulierbaren Explosion (Hyperinflation, Umsturz, Chaos, …) in der entweder der Staat oder das Vermögen der Anleger oder beides - ganz sicher aber das Geld der Sparer - beseitigt wird. Zumindest die Währung wird in jeden Fall “reformiert”, weil sie nicht mehr als werthaltig akzeptiert wird.
Was ich zur Vorbereitung empfehle:
Zentrum Deines Lebens sollte der Glaube an den lebendigen Gott der Bibel sein. In der Krise kannst Du mit einem religiösen Hobby nichts anfangen. Du brauchst ganz real und nicht eingebildet: Rückhalt und inneren Frieden in schwierigen Umständen. Du brauchst Gottes Stimme und Wegweisung, um durch das ganze Chaos hindurchzufinden, du brauchst seine Zusagen in Bezug auf Sicherheit und Versorgung. Du brauchst Familie und Gemeinschaft mit Gleichgesinnten in der Gemeinde. Du brauchst Mut und Motivation für einen einfacheren und auf Werte ausgerichteten Lebensstil.
Natürlich gibt es auch ein paar grundlegende praktische Ratschläge. Aber das alles wird nichts werden ohne Gottes Segen! Hier in aller Kürze:
Raus aus Schulden um jeden Preis! Glaube nicht, dass sie Dir durch Inflation entwertet werden: Nur wenn du genug Abstand zwischen Nettoeinkommen und Existenzminimum hast, musst du nicht bei der Suppenküche in der Schlange stehen. Sobald dein Einkommen soweit entwertet ist, dass es nur noch für Essen, Kleidung und die Fahrt zur Arbeit reicht, wirst du das auf Kredit gekaufte Haus sowieso verlieren.
Geldanlagen in Währungen stark verschuldeter Staaten (€ oder $) oder Anlagen, die auf “irgendwelchen” Wertpapieren basieren (Riester, LV, Sparbuch, Fonds) schnellstens loswerden. Frag doch mal nach, wofür du da monatlich Geld ausgibst! Was kauft die Versicherung oder Bank davon? Letztendlich hältst du für bares Geld nur ein paar Versprechungen in der Hand die langfristig nicht eingelöst werden können. Also umschichten je nach Menge in: Ein gutes Fahrrad und andere zweckmäßige Sachen, selbst genutzte Immobilien (nicht auf Kredit!!), Edelmetalle, Beteiligung an Unternehmen im Rohstoff oder Versorgungsbereich, … und den Rest der Gemeinde spenden!
Beziehungen knüpfen, wiederherstellen und aufbauen.
Einfacher leben!
Durchdachten Lebensmittelvorrat anlegen.
Nützliche und langlebige Sachen kaufen.
Eigene Fähigkeiten und Qualifikationen ausbauen! Was Du im Kopf hast, kann Dir keiner wegnehmen und nützliche Fähigkeiten lassen sich immer zu Geld machen!
(Für diese rein informellen Ratschläge wird keine Haftung übernommen.
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Ganz wichtig: Denke nicht an den kurzfristigen Crash als “Lösung”, nach dem Motto: Ein harter Crash und dann wird alles wieder neu und schön oder wie es immer war. Viele im Internet träumen davon. Sie wollen mit ein paar Konservendosen und Goldmünzen den Crash abwarten und dann die Gewinner sein. Erinnert mich ein wenig an Pippi Langstrumpf mit ihrem Goldkoffer. Es hat sich gezeigt, dass der Crash verhindert werden kann. Viele Probleme sind erfolgreich auf die lange Bank geschoben worden. Das “System” wird ja immer wieder “gerettet”. Es ist der langwierige, “alternativlose” Überlebenskampf eines Weltsystems, das in die Sackgasse gefahren ist. Wer dabei am Ende das Opfer ist, folgt zwar üblichen Mustern, steht aber im Detail nicht fest.
Ich rechne schon damit, dass es vor dem Wiederkommen von Jesus noch wirtschaftlich gute Zeiten geben kann. Für die nächsten Jahre ist es besser, sich auch mental darauf einzustellen, dass das Motto nun ”Überleben” heißt. Wir bleiben dabei trotzdem fröhlich!
Geschrieben in Zukunftsthemen und Aktuelles | Drucken | Keine Kommentare »