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- Dritte Reformation (2)
- Gott kennenlernen (21)
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- 18.11.2011: Das Wort des Glaubens
- 30.10.2011: Reiches Leben aus Glauben (2)
- 17.10.2011: Reiches Leben aus Glauben (1)
- 1.10.2011: Die große Kraft
- 8.9.2011: Gottes Medizin gegen Rassismus und Nationalismus: Das „Gebetshaus für alle Völker“.
- 1.3.2011: Volltreffer! Du bist einzigartig!
- 25.2.2011: Die Medizin gegen Bitterkeit
- 22.1.2011: Versteck Dich: Der Aufschwung ist da!
- 31.12.2010: "Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert."
- 24.12.2010: Weihnachten
Reiches Leben aus Glauben (1)
Welche Gebote muss man einhalten und welche nicht? Was ist das Minimum? Wie lebt man praktisch als Christ mit Gott? Wenn wir als Christen frei vom Gesetz sind, wie kann man dann leben ohne „Bahn frei“ zu machen für alles Schlechte? - Ein Thema mit viel Verwirrung ist der Gegensatz von einem Leben unter dem Gesetz Gottes und einen Leben im Glauben. Da hilft es auch nichts, wenn das Gesetz Gottes nun „geistliche Prinzipen“ genannt wird und so getan wird, als würde es nur aus schönen Versprechen bestehen. Und Glauben ist dann vielleicht, wenn ich mir etwas ganz fest einbilde? Mit Hilfe von Römer 10 grabe ich in den nächsten Folgen tiefer.
Das Gesetz Gottes - gut, aber für Sünder nicht zu empfehlen
Genauso, wie es von Gott gegebene Naturgesetzte gibt, welche die materielle Welt bestimmen, gibt es auch geistliche Gesetze, die unser Leben bestimmen und für alle Ewigkeit gelten. Es gibt diese materielle Welt und eine unsichtbare Welt, die über dieser materiellen Welt steht. Das Sichtbare kommt aus dem Unsichtbaren (Hebr 11,3). Alles wird durch den Plan und die Gebote Gottes bestimmt. Die Bibel nennt es einfach „das Gesetz“. Wenn wir alle diese Gesetze beachten, werden wir „leben“. Das heißt, wir werden Gott kennen, es wird uns gut gehen und wir werden im Einklang mit Gott und seiner Schöpfung stehen.
Das Gesetz Gottes ist gut und es dient dazu das Böse in Schach zu halten. Der natürliche Mensch ist von Gott getrennt. Damit er nicht zu viel Schaden anrichtet und dem Feind Gottes freie Bahn macht, hat Gott ein Gefängnis aus harten Geboten und Prinzipien gebaut, das nicht angenehm ist und auch niemandem zum Leben mit Gott verhilft, aber das erstmal das Schlimmste verhindern soll. Er sagt: „Du sollst nicht ..!“ „Wehe wenn du ..!“ Und: „Wenn du dies tust, dann tue ich (Gott) das …“
Da Gott für uns von Natur aus fremd ist, empfinden wir, dass sein Gebot gegen uns gerichtet ist! Das ist der klare Beweis dafür, dass wir „Sünder“ sind. Nun aber hat Gott einen neuen und lebendigen Weg gemacht, auf dem wir ihn persönlich kennenlernen können und der uns aus dem Leben als Sünder in ein neues ewiges Leben mit ihm führt. Dieser neue Weg heißt “Glauben”.
Die negative Bilanz unserer Bemühungen im Gegensatz zu Glauben
Wenn man die Prinzipien der Bibel verinnerlicht hat, dann ist es mit etwas Demut gar nicht schwer zu sehen, dass sie tatsächlich funktionieren. - Aber leider nicht zu Leben, sondern zum Tod. Man sieht die negative Frucht der Fehler und Versäumnisse, aber das Gute, um das man sich so sehr bemüht hat scheint irgendwie fruchtlos und schal zu bleiben. Nicht immer schlecht - aber Leben? Leben in Fülle, wie es Jesus versprochen hat? Große Belohnungen, wenn man etwas tut, was Gott geboten hat? Nicht wirklich. Das liegt daran, dass es ja selbstverständlich ist, Gott in allen Dingen zu gehorchen. Wie sollte es anders sein, wenn Gott der wahre Schöpfer des Universums ist? Wir betrachten die Einhaltung von Gottes Geboten, als etwas Besonderes und meinen, wenn wir auch nur ein wenig in diese Richtung gehen und uns dazu schwer überwinden, dann müssten wir eine große Belohnung bekommen. Das kann ja aber gar nicht so sein! Im Gegenteil: Wir müssen die Folgen tragen für das, was wir nicht in Gottes Willen getan haben.
Der Gehorsam gegenüber einem so guten und großen Gott ist selbstverständlich und dafür gibt es keine Belohnung. Nur weil wir Sünder sind, denken wir, dass wir Gott einen großen Gefallen tun, wenn wir ab und zu ein wenig auf ihn achten. Wir tun ab und zu „Werke“, damit wir ein wenig besser dastehen vor Gott. Oder wir rackern uns sogar ab mit dem Ziel von Gott etwas zu bekommen und ihm zu gefallen. Die Bilanz ist negativ. Das sagt auch die Bibel:
Dem aber, der Werke tut, wird der Lohn nicht angerechnet nach Gnade, sondern nach Schuldigkeit. (Röm 4,4)
Jesus selber hat es in einem Gleichnis dargestellt
Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Mehre uns den Glauben! Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerfeigenbaum sagen: Entwurzele dich und pflanze dich ins Meer! Und er würde euch gehorchen. Wer aber von euch, der einen Sklaven hat, der pflügt oder hütet, wird zu ihm, wenn er vom Feld hereinkommt, sagen: Komm und leg dich sogleich zu Tisch? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Richte zu, was ich zu Abend essen soll, und gürte dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe; und danach sollst du essen und trinken? Dankt er etwa dem Sklaven, daß er das Befohlene getan hat? Ich meine nicht. So sprecht auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren. (Lk 17,5-10)
Auf den ersten Blick hat die Geschichte mit dem Sklaven nichts mit der Frage der Apostel nach mehr Glauben zu tun. Jesus stellt zuerst die Kraft und Auswirkung von Glauben auf eine Weise dar, die uns übertrieben erscheint. Und dann macht er deutlich: Gehorsam und Dienst für Gott ist selbstverständlich, so wie ein Sklave selbstverständlich seinem Herrn dient. So wird deutlich: Es ist selbstverständlich Gott zu dienen. Man kann sich bei Gott nichts erarbeiten. Es gibt bei ihm nichts zu holen und keine Aufstiegsmöglichkeiten. Wir bleiben „unnütze Sklaven“. Doch nun hat Gott einen „neuen und lebendigen Weg“ (Hebr 10,20) aufgemacht: Der erstaunliche Weg des Glaubens, der uns mit der Kraft und Vollmacht Gottes verbindet, wie es die Geschichte von dem Maulbeerfeigenbaum zeigt.
Karotte vor der Nase?
So ist es schon gut sich um die Gebote und Maßstäbe Gottes zu bemühen - viel besser als dem Bösen freien Lauf zu lassen! Aber es bleibt ein religiöser Frust zurück. Das Konzept «Der Mensch, der diese Dinge getan hat, wird durch sie leben.» bleibt für normal sterbliche Menschen unerreichbar. Es ist wie mit der Karotte, die den störrischen Eseln vor die Nase gehalten wird, damit sie doch irgendwie weitergehen. Der Esel muss ständig geschlagen oder gelockt werden und er bleibt den ganzen Weg störrisch und mies gelaunt. - Die Karotte bleibt ein Traum für Esel.
Dieser Zustand soll nach Gottes Willen nun zu Ende sein! Gott hat Schluss gemacht mit der Karottenmethode und den „Wenn du … dann wird Gott …“ Sprüchen.
Denn Christus ist des Gesetzes Ende, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit.
Denn Mose beschreibt die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz ist: «Der Mensch, der diese Dinge getan hat, wird durch sie leben.» (Röm 10,4+5)
Jesus nimmt dem Esel seine Last ab, und führt in in sein Haus. Er gibt ihm die Karotte, striegelt sein Fell und bringt ihm bei, freiwillig aus Vertrauen hinter ihm her zu trotten. Ohne Drohungen und ohne unerreichbare Karotten. Dieses Leben im Glauben wird in den weiteren Versen von Röm 10 beschrieben.
(Fortsetzung folgt)